Der B2B-Handel digitalisiert sich rasant. Wer auf moderne Beschaffungsprozesse setzt, verschafft sich einen spürbaren Vorsprung. Punchout ist dafür eine der wirksamsten Methoden. Die Technologie verbindet Ihren Onlineshop direkt mit den ERP- und Beschaffungssystemen Ihrer Kunden. Bestellungen laufen dadurch automatisiert, schneller und mit weniger Fehlern. Gerade im B2B-Handel mit großen Sortimenten und individuellen Konditionen spielt Punchout seine Stärken aus. Für Lieferanten ist das ein klarer Wettbewerbsvorteil.
Der Vorteil besteht also darin, sich nur einmalig anmelden zu müssen und anschließend zu jedem angeschlossenen System Zutritt zu haben.
Punchout geht über eine Datenübertragung hinaus und vereinfacht den gesamten Einkaufsprozess im B2B. Konkret heißt das: Ihre Kunden „punchen“ sich aus dem eigenen Beschaffungssystem heraus direkt in Ihren Onlineshop.
Die gewohnte Software verlassen sie dabei nicht. Den Warenkorb stellen sie in Ihrem Shop zusammen und übernehmen ihn mit einem Klick zurück in das eigene System.
Aus dem Shop kommt zunächst ein Warenkorb zurück, noch keine verbindliche Bestellung. Diese folgt erst, nachdem Ihre Kunden sie intern freigegeben haben. Den eigentlichen Belegaustausch zwischen ERP-Systemen, etwa Bestellung, Auftragsbestätigung und Lieferavis, übernimmt anschließend DIAs EDI-Service DIAConnect.
Punchout zahlt sich für beide Seiten aus, für Ihre Kunden ebenso wie für Sie als Lieferanten.
Der Vergleich zu klassischen Bestellprozessen zeigt den Mehrwert. Ein Punchout-Katalog ist keine statische Produktliste, sondern arbeitet mit Live-Daten direkt aus dem System des Lieferanten. Früher dominierten statische Kataloge und manuelle Bestellungen. Preise waren beim Druck schon veraltet, die Pflege kostete Zeit, und jede manuelle Eingabe war eine mögliche Fehlerquelle. Genau diese Schwächen behebt Punchout.
Einkäufer erwarten heute reibungslose, digitale Bestellwege. Wer diese Erwartungen erfüllt, bleibt für anspruchsvolle Kunden attraktiv und hebt sich klar von Anbietern ab, die noch rein manuell arbeiten. In der Praxis senken Hersteller mit Punchout 30 Prozent ihrer Bestellfehler, und Händler verbessern ihre Bestellprozesse spürbar. Punchout ist damit weit mehr als eine Effizienzfrage. Es entscheidet mit darüber, ob Sie für große Kunden überhaupt als Lieferant infrage kommen.
DIASales unterstützt die gängigen Punchout-Standards. So binden Sie Kunden mit ganz unterschiedlichen Systemen an, ohne für jeden eine Speziallösung zu bauen. Welcher Standard zum Einsatz kommt, gibt das System Ihres Kunden vor.
Eine Punchout-Anbindung folgt in der Regel diesen Schritten. Den konkreten Ablauf stimmen Sie mit DIA über das DIASales-System und den Managed-Service ab.
Schritt 1
Anforderungen klären
Welche Kunden sollen angebunden werden? Welche Standards nutzen deren Systeme, OCI oder cXML?
Schritt 2
Shop vorbereiten
Ihre Produktdaten müssen sauber sein. Hilfreich sind eindeutige Kategorien mit UNSPSC oder eClass.
Schritt 3
Technisch abstimmen
Sie klären die Verbindung mit dem E-Procurement-Anbieter Ihres Kunden, etwa Ariba, Coupa oder Newtron.
Schritt 4
Authentifizierung einrichte
Die Zugangsparameter und Benutzerkennungen werden je berechtigtem Kunden im Shop hinterlegt.
Schritt 5
Testlauf durchführen
Sie testen die komplette Sitzung, also den Weg in den Shop und den Rücktransfer des Warenkorbs.
Schritt 6
Go-live und Betrieb
Nach erfolgreichen Tests geht die Anbindung live. Danach sorgen Monitoring und Support für stabile Performance.
Der Aufwand ist überschaubar. Die Punchout-Implementierung dauert je nach Komplexität rund zwei bis 14 Tage, und erfolgreiche Unternehmen starten oft mit einem Pilotprojekt und erweitern dann schrittweise.
Punchout verbindet Ihren Shop nahtlos mit dem Einkauf Ihrer Kunden. Das senkt Fehler, beschleunigt Bestellungen und bindet besonders große Kunden langfristig an Sie. Die Zukunft des B2B-E-Commerce gehört Unternehmen, die auf solche digitalen Lösungen setzen. Mit Technologien wie KI und maschinellem Lernen wird die Bedeutung automatisierter Bestell- und Lieferketten weiter wachsen. Wer die Basis heute legt, ist morgen vorn.
Wie das im Vertriebsalltag aussieht? Drei DIASales-Nutzer geben einen Einblick.
Ja. Sie richten je Kunde eine eigene Verbindung ein, weil jeder Großkunde sein eigenes Beschaffungssystem und teils einen anderen Standard nutzt. So entstehen mehrere Punchout-Verbindungen, die parallel laufen. Das bedeutet keine ständige Mehrarbeit. Einmal eingerichtet, läuft jede Verbindung dauerhaft stabil.
Ja, und manchmal ist es sogar nötig. Nutzt ein Kunde mehrere Beschaffungssysteme, richten Sie pro System eine eigene Punchout-Verbindung ein. Ein Beispiel: Eine Abteilung arbeitet mit SAP über OCI, eine andere mit Coupa oder Ariba über cXML. Jede Plattform bringt eigene technische Anforderungen, eigene Zugangsdaten und teils einen anderen Standard mit. Auch Konzerne mit mehreren Tochtergesellschaften oder Standorten haben oft getrennte Beschaffungsinstanzen, die jeweils eine eigene Anbindung brauchen.
Im Kern ja, solange das System Ihres Kunden einen gängigen Standard spricht. Punchout ist standardbasiert. Gängige Systeme wie SAP, SAP Ariba, Coupa, Newtron oder Microsoft Dynamics unterstützen die Anbindung. Welcher Standard zum Einsatz kommt, hängt vom System Ihrer Kunden ab.
Ja, und das ist ein unterschätzter Vorteil. Anders als bei einer statischen Artikelliste sieht der Einkäufer Ihr komplettes Live-Sortiment samt Shop-Suche und Produktinfos. Er entdeckt dabei auch ergänzende oder neue Artikel. Das eröffnet Ihnen Up- und Cross-Selling, das mit einer reinen Stammdatenliste gar nicht möglich wäre.
Die meisten modernen ERP- und Beschaffungssysteme sprechen Punchout. Dazu gehören SAP Ariba, Oracle, Coupa, JAGGAER und Microsoft Dynamics, und über Middleware lassen sich auch ältere Systeme anbinden. Fragt ein Kunde gezielt nach einem Punchout-Katalog, unterstützt sein System den Standard in der Regel auch. Bei abweichenden Systemen lässt sich eine Middleware so konfigurieren, dass sie auch nicht-standardisierte Formate übersetzt. Eine Middleware übergibt die Bestellung zudem automatisch an Ihr eigenes ERP, sodass auch Ihre Auftragsabwicklung schlank bleibt.
Hinter solchen Fällen steckt häufig eine von zwei Ursachen. Entweder klemmt es bei der Verbindung selbst, etwa weil die Sitzung abgelaufen ist oder der Browser die Weiterleitung zwischen den beiden Systemen blockiert. Solche Sitzungs- und Browserthemen sind die häufigsten Stolpersteine. Oder die Zugangsdaten passen nicht zusammen, zum Beispiel weil Test- und Echtbetrieb vermischt wurden. In beiden Fällen helfen getrennte Test- und Echtumgebungen und ein vollständiger Testlauf vor dem Start.
Für die Punchout-Anbindung gilt bei uns ein Festpreis, unabhängig vom gewählten Standard. Das gibt Ihnen von Anfang an Planungssicherheit, ganz ohne Aufschläge je nach Technologie. Den konkreten Festpreis nennen wir Ihnen gern in einem kurzen Gespräch, in dem wir Ihre Anforderungen klären.
Ja, wenn Sie einige Grundlagen beachten. Bei Punchout fließen sensible Daten zwischen den Systemen, vor allem Preisvereinbarungen und Bestellvolumen. Drei Punkte sind wichtig: die sichere Übertragung (Verschlüsselung über HTTPS und saubere Authentifizierung), der Datenschutz und klare Absprachen mit Ihren Kunden zu Datenflüssen und Zugriffen. Wer Schnittstellen nicht absichert, riskiert Datenverluste und Compliance-Verstöße.
Ja. Ein Testlauf gehört zu jeder Punchout-Einrichtung. Getestet wird die komplette Sitzung mit Testzugängen, also der Absprung in den Shop und der Rücktransfer des Warenkorbs. So fallen Fehler wie leere Seiten oder falsches Mapping auf, bevor echte Bestellungen laufen. Üblich sind dafür getrennte Test- und Produktivumgebungen und ein Testlauf mit einem Referenzkunden.
In Schortens, direkt an der Nordsee, kombinieren wir klare Köpfe mit klarer Brise – für Ergebnisse, die frischen Wind in Ihr Business bringen.
Für eine Zusammenarbeit müssen Sie hier aber nicht vorbeikommen. Wir besprechen alle Details mit Ihnen per Videokonferenz. Auf Wunsch, besuchen wir Sie aber auch an Ihrem Standort.