Der DIA Software-Blog

Warum Bestellungen trotz Digitalisierung immer noch Fehler enthalten

Kurz zusammengefasst

Die meisten Bestellfehler entstehen nicht durch das falsche Produkt, sondern durch fehlende Zusatzinformationen wie Kostenstelle oder Maschinenreferenz.

Dieser Artikel ergänzt „Warum eine klassische Merkliste im B2B Einkauf nicht ausreicht“ (Fehlerquelle 1: Struktur der Bestellliste) und unseren Artikel „Warum Ihre Kunden Produkte nicht finden“ (Fehlerquelle 2: Produktsuche) um die dritte Fehlerquelle: fehlende Zusatzangaben nach der Produktauswahl. 

Wie groß ist das Problem wirklich? 

Bestellfehler durch fehlende Informationen sind kein Randphänomen. Laut einer Studie von Sana Commerce und SAPIO Research zählen ungenaue oder unvollständige Informationen mit rund 40 % zur häufigsten Ursache für Fehlbestellungen bei deutschen B2B-Käufer:innen. Ergänzend berichtet das Fachportal iBusiness unter Berufung auf eine Branchenerhebung, dass 53,6 % der befragten Einkaufsverantwortlichen von regelmäßigen Unterbrechungen im Bestellprozess betroffen seien – als Gründe werden Rückfragen, fehlende Informationen und notwendige Korrekturen genannt. Die Digitalisierung des Bestellprozesses allein löst dieses Problem nicht automatisch. 

Ein typischer Fall aus dem Arbeitsalltag 

Herr Müller bestellt regelmäßig Produkte für die Produktion. Für bestimmte Artikel müssen jedoch zusätzliche Informationen angegeben werden, zum Beispiel: 

  • Kostenstelle 
  • Maschinenzuordnung 
  • Projektbezeichnung 
  • Kommissionsnummer 
  • Lieferhinweise 

Bei einer telefonischen Bestellung werden diese Informationen oft direkt mitgeteilt. Im Shop werden sie jedoch häufig vergessen. Die Folge: Der Auftrag muss nachbearbeitet werden, der Innendienst fragt nach, die Bearbeitung verzögert sich. 

Das eigentliche Problem: fehlende Informationen, nicht falsche Produkte 

Die meisten Bestellfehler entstehen nicht durch das falsche Produkt. Sie entstehen durch fehlende Informationen. Ein Auftrag kann fachlich korrekt sein und trotzdem nicht verarbeitet werden – zum Beispiel wenn eine Kostenstelle fehlt, keine Maschinenreferenz angegeben wurde, ein Projekt nicht zugeordnet werden kann oder wichtige Zusatzinformationen fehlen. Dadurch entstehen unnötige Rückfragen und manuelle Arbeitsschritte. 

Der Unterschied im direkten Vergleich 

 Telefonische Bestellung Shop ohne Bestellparameter Shop mit Bestellparametern 
Zusatzinformationen Werden im Gespräch direkt erfragt Werden häufig vergessen Werden gezielt abgefragt 
Nachbearbeitung Selten nötig Häufig nötig Entfällt 
Rückfragen durch Innendienst Selten Häufig Entfällt 
Skalierbarkeit Gering (personalabhängig) Hoch, aber fehleranfällig Hoch und strukturiert 

Die Spalte „Telefonische Bestellung“ basiert auf allgemeiner Praxiserfahrung, nicht auf den oben zitierten Studien – die beiden Shop-Spalten spiegeln die dort belegten Fehlerursachen wider. 

Bestellparameter schaffen Struktur 

Genau hier setzen Bestellparameter an. Sie ermöglichen es, wichtige Informationen bereits während der Bestellung strukturiert zu erfassen. Der Kunde wird gezielt durch den Bestellprozess geführt, sodass notwendige Angaben nicht vergessen werden. Anstatt Informationen später nachzufordern, werden diese direkt bei der Bestellung erfasst – zum Beispiel Kostenstellen, Projekte, Maschinen, Standorte, interne Referenzen oder individuelle Kundenangaben. Die Informationen stehen anschließend direkt für die weitere Verarbeitung zur Verfügung. 

Vorteile für Einkäufer und Unternehmen 

Für Einkäufer: weniger Nacharbeit, weniger Rückfragen, schnellere Bestellungen durch standardisierte Prozesse. 

Für Unternehmen: höhere Datenqualität, weniger Fehler durch nicht vergessene Pflichtinformationen, schnellere Auftragsbearbeitung und einheitliche Prozesse für alle Beteiligten. 

Viele Unternehmen konzentrieren sich bei der Digitalisierung auf die Bestellung selbst. Der eigentliche Mehrwert entsteht jedoch häufig durch die Standardisierung der Informationen dahinter – ein Zusammenhang, den auch die Fehlerursachen aus der eingangs zitierten Studie stützen: Nicht die digitale Hülle, sondern die strukturierte Information dahinter entscheidet über die Fehlerquote. 

Wie sich das umsetzen lässt 

Unabhängig vom eingesetzten Shopsystem sollte eine Lösung für dieses Problem drei Dinge können: benötigte Zusatzfelder pro Produkt oder Kundengruppe frei definierbar machen, diese Felder verpflichtend in den Bestellprozess einbinden, und die erfassten Werte direkt maschinenlesbar an die Auftragsbearbeitung weitergeben – statt sie nur als Freitext-Kommentarfeld zu behandeln, das ohnehin niemand konsequent ausfüllt. 

In DIASales ist das als Bestellparameter-Funktion umgesetzt: Kostenstellen, Projekte, Maschinenreferenzen, Standorte, interne Bestellkennzeichen oder individuelle Kundenfelder lassen sich dort ohne Entwicklungsaufwand konfigurieren und je nach Kundenanforderung gezielt in den Bestellprozess integrieren. 

Zusammen mit Kundenartikelnummern für die Produktsuche und strukturierten Favoritenlisten für wiederkehrende Bestellungen decken Bestellparameter die dritte typische Fehlerquelle im B2B-Bestellprozess ab. Wie sich die Zeitersparnis aus allen drei Funktionen zusammenaddiert, zeigt „Warum wiederkehrende Bestellungen oft unnötig Zeit kosten“

Fazit 

Die meisten Bestellfehler entstehen nicht durch falsche Produkte. Sie entstehen durch fehlende Informationen – ein Problem, das laut der zitierten Sana-Commerce-Studie bei rund 40 % der Fehlbestellungen eine Rolle spielt, und das sich auch in der separat erhobenen iBusiness-Auswertung zu Prozessunterbrechungen widerspiegelt (53,6 % der befragten Einkaufsteams). Bestellparameter helfen dabei, wichtige Angaben direkt während der Bestellung zu erfassen und dadurch Rückfragen, Fehler und Verzögerungen zu reduzieren. Die Einrichtung erfolgt direkt über DIASales und kann individuell auf die Anforderungen Ihrer Kunden angepasst werden – so entstehen strukturierte Bestellprozesse ohne zusätzlichen Entwicklungsaufwand. 

Häufige Fragen zu Bestellparametern im B2B-Onlineshop 

Was sind Bestellparameter und wofür werden sie benötigt?
Bestellparameter sind zusätzliche, strukturiert abgefragte Informationen während des Bestellvorgangs – etwa Kostenstelle, Maschinenreferenz oder Projektbezeichnung. Sie stellen sicher, dass alle für die Auftragsbearbeitung notwendigen Angaben direkt bei der Bestellung erfasst werden, statt nachträglich erfragt werden zu müssen. 

Wie unterscheiden sich Bestellparameter von Kundenartikelnummern und Favoritenlisten?
Kundenartikelnummern lösen das Auffinden bekannter Produkte, Favoritenlisten die Strukturierung wiederkehrender Bestellungen. Bestellparameter setzen einen Schritt später an: Sie stellen sicher, dass nach der Produktauswahl auch alle notwendigen Zusatzinformationen vollständig erfasst werden. 

Wie viele Bestellfehler entstehen tatsächlich durch fehlende Informationen statt durch falsche Produkte?
Laut einer Studie von Sana Commerce und SAPIO Research zählen ungenaue oder unvollständige Informationen mit rund 40 % zu den häufigsten Ursachen für Fehlbestellungen bei B2B-Käufer:innen in Deutschland. 

Lassen sich Bestellparameter individuell pro Kunde konfigurieren?
Ja. Bestellparameter werden direkt in DIASales verwaltet und können je nach Kundenanforderung individuell konfiguriert werden – ganz ohne zusätzlichen Entwicklungsaufwand. 

Quellen 

  • iBusiness: Auswertung zu manuellen Aufwänden im B2B-Vertrieb und -Einkauf – ibusiness.de (Sekundärquelle – Originalstudie vor Veröffentlichung verifizieren) 


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  • Individuelle Pflichtfelder
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