Viele B2B-Shops bieten Merklisten an, um wiederkehrende Bestellungen zu vereinfachen.
Das ist grundsätzlich sinnvoll.
In der Praxis stoßen klassische Merklisten jedoch schnell an ihre Grenzen.
Ein typischer Fall aus dem Einkaufsalltag
Herr Meyer arbeitet im Einkauf eines mittelständischen Unternehmens.
Er bestellt regelmäßig Produkte für unterschiedliche Bereiche:
- Produktion
- Instandhaltung
- Lager
- Projektgeschäft
Zu Beginn speichert er häufig benötigte Artikel in einer Merkliste.
Nach einigen Monaten befinden sich dort bereits zahlreiche Produkte.
Nach einigen Jahren wird die Liste immer länger.
Die Folge:
Mitarbeiter müssen innerhalb der Merkliste erneut suchen, filtern und sortieren.
Der eigentliche Vorteil geht verloren.
Das eigentliche Problem
Viele Unternehmen betrachten wiederkehrende Bestellungen als einen einzigen Prozess.
In der Realität existieren jedoch verschiedene Beschaffungsszenarien:
- Standardbedarf für die Produktion
- Wartungs- und Instandhaltungsmaterial
- Projektbezogene Artikel
- Saisonale Produkte
- Abteilungsspezifische Bestellungen
Eine einzelne Merkliste kann diese Struktur oft nicht sinnvoll abbilden.
Favoritenlisten statt klassische Merkliste
Deshalb haben wir das Konzept neu gedacht.
Anstatt alle Produkte in einer einzigen Merkliste zu sammeln, können Anwender mehrere Favoritenlisten anlegen und individuell organisieren.
Zum Beispiel:
- Standardbedarf Produktion
- Wartung & Instandhaltung
- Verpackungsmaterial
- Projekt Neubau Halle 3
- Lagerbedarf
Jede Liste kann separat gepflegt und genutzt werden.
Gemeinsam genutzte Favoritenlisten
Neben persönlichen Favoritenlisten können Listen auch gemeinsam genutzt werden.
Dadurch können mehrere Mitarbeiter eines Unternehmens auf dieselben Listen zugreifen.
Das ist besonders hilfreich bei:
- Schichtbetrieben
- Einkaufsteams
- Produktionsstandorten
- Vertretungsregelungen
Alle Beteiligten arbeiten mit derselben Struktur und denselben Artikeln.
Mehr Struktur für wiederkehrende Bestellungen
Favoritenlisten schaffen Ordnung im Einkaufsprozess.
Anwender können:
- mehrere Listen anlegen
- Listen umbenennen
- Listen verwalten
- Produkte strukturiert organisieren
- Bestellungen schneller auslösen
Dadurch bleibt der Bestellprozess auch bei vielen Produkten übersichtlich.
Favoritenlisten als Einstieg in die Digitalisierung
Favoritenlisten sind nicht nur ein Werkzeug für bestehende Shop-Nutzer.
Sie eignen sich auch hervorragend, um Bestandskunden Schritt für Schritt an digitale Bestellprozesse heranzuführen.
In vielen Projekten kennen wir bereits die Produkte, die ein Kunde regelmäßig bestellt.
Statt den Kunden mit einem vollständigen Produktkatalog zu konfrontieren, können bereits vor dem Go-Live strukturierte Favoritenlisten angelegt werden.
Zum Beispiel:
- Maschine A
- Maschine B
- Wartung
- Verbrauchsmaterial
- Projektgeschäft
Der Kunde findet dadurch direkt die für ihn relevanten Produkte.
Der Einstieg in den Shop wird deutlich einfacher.
Der erste Schritt zum digitalen Bestellprozess
Ein bewährter Ansatz besteht darin, die wichtigsten Produkte eines Kunden bereits vorab in Favoritenlisten zu strukturieren.
Anschließend wird dem Kunden der Shop anhand seiner tatsächlichen Bestellprozesse vorgestellt.
Der Kunde sieht nicht tausende Produkte.
Er sieht direkt:
- seine Produkte
- seine Maschinen
- seine Projekte
- seine Bestellprozesse
Dadurch steigt die Akzeptanz des Shops deutlich schneller.
Fazit
Die Frage lautet nicht:
„Haben wir eine Merkliste?“
Sondern:
„Wie organisieren unsere Kunden wiederkehrende Bestellungen?“
Mit strukturierten Favoritenlisten schaffen Unternehmen mehr Übersicht, reduzieren Suchaufwand und machen den Bestellprozess deutlich effizienter.
Gleichzeitig bieten sie einen idealen Einstieg, um Bestandskunden Schritt für Schritt an digitale Bestellprozesse heranzuführen.
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