Der DIA Software-Blog

Darstellung der Shop wächst mit dem Unternehmen

Warum ein Shop, der einmal perfekt eingerichtet war, nach zwei Jahren nicht mehr passt

Ein Shop wird zum Start sorgfältig aufgesetzt.

Die Nutzer sind angelegt, die Rollen verteilt, die Kostenstellen hinterlegt.

Alles passt zur Organisation, so wie sie an diesem Tag aussieht.

Das Problem ist nicht die Einrichtung.

Das Problem ist, dass die Organisation nicht stehen bleibt.

Abteilungen werden umgebaut, Standorte kommen hinzu, Zuständigkeiten verschieben sich, Mitarbeiter wechseln ihre Rolle.

Ein Shop, der einen festen Zustand abbildet, passt nach jeder dieser Veränderungen ein Stück weniger.

Ein typischer Fall aus dem Arbeitsalltag

Ein Großhändler stellt seinen Einkauf um.

Bisher hat jeder Standort für sich bestellt.

Künftig soll der Einkauf zentral gesteuert werden, während die Fachabteilungen vor Ort weiterhin den Bedarf zusammenstellen.

Aus vielen selbstständigen Bestellern werden Befüller in den Standorten und wenige Besteller in der Zentrale.

Gleichzeitig geht ein neuer Standort mit vierzig Mitarbeitern an den Start.

Neue Nutzer, neue Kostenstellen, veränderte Rollen, neue Freigabewege.

Wenn all das im Shop von Hand nachgebaut werden muss, wird aus einer organisatorischen Entscheidung ein eigenes kleines Projekt.

Und bis es fertig ist, arbeitet der Shop noch mit der alten Struktur.

Warum das Problem entsteht

Viele Shops werden einmal eingerichtet und dann wie ein fertiges Bauwerk behandelt.

Die Nutzer, ihre Rollen und ihre Kostenstellen werden zum Go-Live festgelegt.

Danach liegt die Pflege bei einzelnen Administratoren, die jede Veränderung manuell nachziehen.

Solange sich wenig ändert, fällt das nicht auf.

Sobald sich die Organisation bewegt, entsteht eine Lücke zwischen dem, wie das Unternehmen heute aufgebaut ist, und dem, was der Shop noch abbildet.

Der eigentliche Grund liegt in der getrennten Verwaltung.

Wer im Unternehmen zu welcher Abteilung gehört, steht im zentralen Verzeichnis.

Solange der Shop dieses Wissen nicht nutzt, sondern eine eigene, parallele Struktur pflegt, muss jede Veränderung zweimal passieren.

Welche Auswirkungen das hat

Der Shop hinkt der Realität hinterher.

Nach einer Umstrukturierung haben Mitarbeiter noch ihre alten Rollen, buchen auf alte Kostenstellen oder finden Freigabewege vor, die nicht mehr stimmen.

Wächst das Unternehmen, wird jeder neue Standort und jede neue Abteilung zum Aufwand, weil Nutzer und Strukturen einzeln angelegt werden müssen.

Der Administrator wird zum Engpass, gerade in Phasen, in denen ohnehin viel in Bewegung ist.

Und wenn der Shop die aktuelle Organisation nicht mehr abbildet, weichen Mitarbeiter aus.

Sie bestellen wieder per E-Mail oder Telefon, weil der Shop ihre neue Zuständigkeit nicht kennt.

Damit gerät ausgerechnet das unter Druck, was der Shop leisten soll: mit dem Unternehmen mitzuwachsen.

Der Lösungsansatz: Die Struktur folgt dem Unternehmen

Ein Shop sollte kein Standbild der Organisation zum Zeitpunkt der Einführung sein.

Er sollte die aktuelle Organisation abbilden, auch wenn sich diese verändert.

Das gelingt, wenn Benutzer- und Organisationsverwaltung nicht als einmalige Einrichtung verstanden werden, sondern als etwas, das sich aus dem zentralen Verzeichnis ableitet.

Wird dort ein Standort ergänzt, eine Abteilung umgebaut oder eine Rolle geändert, folgt der Shop dieser Veränderung, statt sie ein zweites Mal von Hand zu verlangen.

Nicht die Größe der Organisation entscheidet dann über den Aufwand, sondern nur die Frage, ob die Struktur sauber hinterlegt ist.

Wie DIA Sales dieses Problem löst

In DIA Sales greifen dafür drei Bausteine ineinander, die aus den vorherigen Beiträgen bereits bekannt sind.

Die zentrale Anmeldung über Microsoft Entra ID regelt, dass sich Mitarbeiter mit ihrem Firmen-Login anmelden.

Die automatische Benutzerbereitstellung über SCIM sorgt dafür, dass Nutzer samt ihren Angaben aus Entra ID entstehen, sich aktualisieren und wieder verschwinden.

Und die Rollenmodelle bilden ab, was ein Mitarbeiter im Shop tatsächlich tut.

Gruppen aus Entra ID lassen sich auf diese Rollen abbilden.

Eine Gruppe bestimmt, ob jemand Besteller oder Befüller ist, welcher Kostenstelle er zugeordnet wird und welche Freigaberegeln für ihn gelten.

Damit verändert sich der Blick auf strukturelle Veränderungen.

Kommt ein neuer Standort hinzu, werden die Mitarbeiter im zentralen Verzeichnis angelegt und den passenden Gruppen zugeordnet.

Im Shop entstehen daraufhin die Zugänge mit den richtigen Rollen, Kostenstellen und Freigabewegen, ohne dass jemand sie einzeln einrichtet.

Wird der Einkauf umgebaut, verschiebt sich die Gruppenzuordnung im Verzeichnis, und der Shop übernimmt die neue Aufteilung in Besteller und Befüller.

Aus einem eigenen Projekt wird eine Änderung an der Stelle, an der die Entscheidung ohnehin fällt.

Warum das einfach in DIA Sales konfigurierbar ist

Der Aufwand liegt einmalig in der Einrichtung des Rollenmodells und der Zuordnung der Gruppen.

Welche Gruppe in Entra ID welcher Rolle, Kostenstelle und Freigaberegel im Shop entspricht, wird konfiguriert, nicht programmiert.

Ist dieses Modell einmal hinterlegt, skaliert es mit dem Unternehmen.

Der zehnte Standort wird genauso angebunden wie der zweite, weil sich nur die Nutzer und ihre Gruppen ändern, nicht das Modell dahinter.

Digitalisierung bedeutet hier nicht, für jede Umstrukturierung eine neue Shop-Konfiguration zu bauen.

Sie bedeutet, die Regeln einmal sauber zu definieren und die Veränderung anschließend dort stattfinden zu lassen, wo sie hingehört.

Fazit

Ein Shop veraltet nicht, weil er schlecht eingerichtet wurde, sondern weil sich das Unternehmen weiterentwickelt und der Shop nicht mitkommt.

Zentrale Anmeldung, automatische Bereitstellung und ein sauberes Rollenmodell sorgen zusammen dafür, dass der Shop die aktuelle Organisation abbildet statt einer vergangenen.

Neue Standorte, veränderte Zuständigkeiten und wechselnde Rollen werden dann nicht mehr im Shop nachgebaut, sondern ergeben sich aus dem zentralen Verzeichnis.

Der Shop bleibt damit ein Spiegel des Unternehmens, so wie es heute ist, und nicht ein Foto von dem Tag, an dem er eingeführt wurde.


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